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Gasanalyse (N/O, C/S +H)

Wissen, warum ein Werkstück bricht

Entscheidenden Einfluss auf die Eigenschaften vieler technischer Produkte haben unscheinbare Elemente innerhalb von metallischen und keramischen Werkstoffen. Der Wasserstoffgehalt eines Stahls kann eine Defektart bewirken, die als "Wasserstoffversprödung" bei Stahlteilen zum Kollaps eines Bauteils bei wiederholter Be- und Entlastung führen kann. Dies ist nur ein Beispiel unter vielen, wie stark die Materialien in unserer technisierten Welt von dem beeinflussbar sind was im Verborgenen ruht.

Wir können Ihnen Untersuchung ihrer Materialien auf die fünf wichtigsten nichtmetallischen Beimengungen anbieten, die in Konzentrationen im ppm-Bereich in einer Probe nachgewiesen werden können. Die Messmethodik beruht auf einer Heißextraktion: in einem elektrisch beheizten Graphittiegel bei Temperaturen bis über 3000°C lassen sich O (Sauerstoff), H (Wasserstoff) und N (Stickstoff) nachweisen. Der Nachweis von C (Kohlenstoff) und S (Schwefel) erfolgt durch Verbrennen der Probe auf einem induktiv beheizten Keramiktiegel in einer reinen Sauerstoffatmosphäre.

Außer der gefürchteten Wasserstoffversprödung wirken die Nichtmetallgehalte in Legierungen in vielerlei Art und Weise. Ob man nun, Eisen, Stahl oder Gusseisen in den Händen hat, entscheidet sich nicht in erster Linie durch den Gehalt an Legierungsbestandteilen - es ist der Kohlenstoffgehalt, der die entscheidende Rolle spielt.

Beim Supraleiter Niob haben insbesondere H, O und N-Gehalte im ppm-Bereich Einfluss auf die erreichbare Sprungtemperatur (die Temperatur, oberhalb derer die Supraleitung zusammenbricht) und die erreichbaren kritischen Feldstärken (die Feldstärke eines Magnetfeldes, aber der bei einer bestimmten, festen Temperatur ebenfalls die Supraleitung zusammenbricht). Keramische Hochtemperatur-Supraleiter hängen entscheidend vom Sauerstoffgehalt ab: Weicht er vom Optimum ab, bricht die Supraleitung ebenfalls zusammen.