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Restwiderstandsbestimmung

Oder: Was passiert mit der Leitfähigkeit, wenn es sehr, sehr kalt wird?

Kurz nachdem das erste Mal Helium verflüssigt wurde, kennen wir das Phänomen der Supraleitung. Entdeckt wurde es an Quecksilber bei 4,2 K (der Siedetemperatur von Helium bei Normaldruck). Aber nicht nur Supraleitung tritt auf: Viele Metalle wie z.B. Kupfer sind auch bei 0,1 K noch "normalleitend" und zeigen dort einen minimalen Widerstand, der nur noch auf den Materialeigenschaften, nicht aber mehr auf der Temperatur beruht. Das Verhältnis zwischen Widerstand bei Raumtemperatur und 4,2 K bezeichnet man als "Restwiderstandsverhältnis". Dieses gibt Aufschluss über verschiedene Materialeigenschaften, so lassen sich z.B. Legierungsverhältnisse bei Zweistofflegierungen oft erstaunlich genau über das Restwiderstandsverhältnis bestimmen.

Wir können Ihnen Restwiderstandsbestimmungen an Ihren Proben anbieten, bei denen Sie die Widerstandswerte bei Raumtemperatur, 70 K (Siedetemperatur von Stickstoff) und 4,2 K sowie die entsprechenden Verhältnisse geliefert bekommen. Auch die Sprungtemperatur bei Supraleitern kann bestimmt werden.