| Charakteristika | SQUID-Messplatz | Röntgen | Ultraschall | klassischer Wirbelstrom |
| Empfindlichkeit |
Die Empfindlichkeit der supraleitenden Quanteninterferenzdetektoren (SQUID´s) ist nahezu frequenzunabhängig und liefert
auch bei sehr niedrigen Messfrequenzen <1kHz und somit hoher Eindringtiefe noch extrem hohe Signalstärken. |
Die Empfindlichkeit nimmt mit Ähnlichkeit der Absorbtionskoeffizieten ab. | US kann nur Fehlergröße > 0,5 mm erfassen. | Ist frequenzabhängig, niedrigste Messfrequenz 70 kHz, daher max. Eindringtiefe bis 1 mm |
| Dynamik | Großer dynamischer Bereich, deshalb können kleinste Materialfehler
(50 µ) auch in dicken Materialien noch erfasst werden. Mit SQUID wurden schon bis zu 10 cm dicke Alu-Blöcke erfolgreich
vermessen. |
Mittlerer Dynamikbereich. Dabei können aber nur grobe Materialfehler wie z.B. Lunker und Risse erkannt werden (keine Inhomogenitäten) | Die Probendicke muss mindestens 1 mm betragen. | Es können nur Fehler an oder nahe der Oberfläche erkannt werden. |
| Fehlerlage | Ermittelt werden auch schräg verlaufende Fehler mit entsprechender räumlicher Zuordnung | Schräge verlaufende Fehler werden nur ohne räumliche Zuordnung erkannt. | Beim US erzeugt ein Fehler, der schräg vorkommt, kontinuierliche
Laufzeitänderungen und kann mit z.Z. etablierten Geräten nicht erfasst werden |
Es können nur Fehler an oder nahe der Oberfläche erkannt werden. |
| Proben-Oberfläche | Arbeitet berührungsfrei, deshalb können auch wellige oder unebene Proben vermessen werden | Arbeitet berührungsfrei, deshalb können auch wellige oder unebene Proben vermessen werden, allerdings wird das Fehlersignal von der Struktur überlagert. | Mit US können nur oberflächenplane Proben vermessen werden. | Für exakte Ergebnisse in der klassischen WS-Technik muss der Abstand Sensor zur Oberfläche der Probe immer gleich bleibend sein. Daher kann man nur plane oder rotationssymmetrische Proben vermessen |
| Sensibilität | Arbeitet berührungsfrei, deshalb können auch oberflächenempfindliche Proben gemessen werden | Arbeitet berührungsfrei, deshalb können auch empfindliche Proben gemessen werden. | Berührungsfreies Arbeiten prinzipiell nicht möglich, da Koppelmedium benötigt wird. | Um den Abstand kontinuierlich zu halten, wird bei der herkömmlichen WS-Technik der Sensor auf der Probe aufgesetzt, was bei empfindlichen Proben unzulässig ist |
| Koppelmedium | Benötigt kein Koppelmedium, daher Zeitersparnis durch Wegfall zusätzlicher Arbeitsschritte. Es können auch empfindliche und poröse Proben vermessen werden | Benötigt kein Koppelmedium, daher Zeitersparnis durch Wegfall zusätzlicher Arbeitsschritte. Es können auch empfindliche und poröse Proben vermessen werden, allerdings ist die Empfindlichkeit und Auflösung wesentlich geringer |
US kann nicht in Luft arbeiten Zur US-Prüfung wird z.B. eine poröse Probe in ein
Wasserbad gebracht. Nach der Messung muss sie einige Stunden ausgeheizt werden, um eventuelle Wasserreste zu beseitigen.
Proben, die mit dem Koppelmedium reagieren, können mit US nicht vermessen werden. |
Benötigt kein Koppelmedium; es können zwar auch empfindliche Proben vermessen werden, allerdings nur an der Oberfläche |
| Störungsanfälligkeit | Auch bei äußeren Störungen sowie künstlichen Strukturen, wie z.B. Bohrungen oder Niete, können Fehler noch detektiert werden | Auch bei äußeren Störungen sowie künstlichen Strukturen,
wie z.B. Bohrungen oder Niete, können Fehler noch detektiert werden, allerdings wird das Fehlersignal von der Struktur
überlagert. |
Mit US können nur oberflächenplane Proben vermessen werden. | Strukturierte Proben können nicht vermessen werden. |
| Environment | Arbeitet völlig abschirmungsfrei und ohne personen- und materialgefährdende Strahlung | Kann nur in abgeschirmten Kammern eingesetzt werden. Strahlungsempfindliche
Proben, wie z.B. Halbleiter werden zerstört |
US ist zwar relativ unschädlich, bröselige Proben können aber nicht vermessen werden (Zerstörungsgefahr!) | Arbeitet völlig abschirmungsfrei und ohne personen- und materialgefährdende Strahlung |