Ziel dieses Forschungsprojekts soll es sein, ein Prüfverfahren für die Vormaterialien der supraleitenden Cavities für
das TESLA-Projekt eines Hochenergie-Linearbeschleunigers bei DESY zu entwickeln.
Grund für das Projekt sind die immensen Kosten, die bei der Herstellung der Kavitäten aus hochreinem Niob entstehen. Um
zu vermeiden, dass erst nach der Fertigstellung dieser Strukturen Materialfehler zu Tage treten, die einen Betrieb
ausschließen, oder die erreichbaren Beschleunigungsfeldstärken z.T. deutlich unter 20 MV/m senken. Ursachen für die
Fehler können zum Teil schon in den frühen Stadien der Blechherstellung gesucht werden. Kleine Inhomogenitäten, die zum
Beispiel aus Klustern von Fremdatomen im Inneren der Bleche bestehen, können zum völligen Zusammenbruch der Supraleitung
unter den extremen Betriebsbedingungen führen.
Daher ist ein Auffinden dieser Fehler im frühest möglichen Stadium absolut notwendig.
Für diese Problemstellung fiel die Entscheidung wegen der hohen Ortsauflösung bei gleichzeitig sehr hoher
Feldempfindlichkeit im Niederfrequenzbereich zugunsten von SQUID-Detektoren aus.
Eine weitere Aufgabe dieses Forschungsprojektes ist die Untersuchung von Sputtertargets für die Festplattenproduktion,
um hier die Homogenität der zu erzeugenden dünnen Schichten zu gewährleisten. Gesamtziel dieses Projektes soll neben dem
Bau der dafür notwendigen Messgeräte und die dafür zu erarbeitenden Verfahren auch die Verfeinerung der
Auswertealgorithmen sein, so dass eine genaue Klassifizierung der zu bestimmenden Fehler sowie deren exakte
Lokalisierung innerhalb des Materials durchgeführt werden kann.